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Shadia

Shadia ist 31 Jahre alt und hat als Sozialarbeiterin in der „Charity Commission for Humanitarian Aid for the Palestinian People“ gearbeitet. Hier kümmerte sie sich bis zu ihrer Abreise nach Deutschland unter anderem um die psychische Unterstützung von Frauen und Kindern. Des weiteren arbeitete sie aktiv im „urban gardening“ Projekt, das den Flüchtlingen innerhalb des Camps einige Möglichkeiten der Selbstversorgung ermöglichen soll.

Shadia lebte seit Ende 2012 in Yarmouk unter Belagerung. Bis heute ist es verboten, Nahrungsmittel in dieses Stadtviertel von Damaskus zu bringen. Ihr Bruder Ahmad kam 2013 durch einen Scharfschützen des syrischen Regimes  ums Leben. Shadias Schwester, Mutter von drei Kindern, wurde von einem Bombensplitter ins linke Auge getroffen und ist auf diesem Auge erblindet.

Aufgrund der Belagerung hat Shadia ihre zwei anderen Geschwister und ihre Mutter seit drei Jahren nicht mehr gesehen.

Shadia war in Yarmouk äußerst engagiert, den Mit-Flüchtlingen humanitäre und menschliche Hilfe zu leisten. Allerdings sind seit dem Einfall der ISIS nahezu sämtliche Aktivitäten dort zum Erliegen gekommen. Als Frau war Shadia zusätzlichen Gefahren ausgesetzt und lebte in ständiger Gefahr.

Shadia hat ein sehr gutes Abitur abgelegt.

Berufliche Stationen / ehrenamtliche Tätigkeiten

2007 Kuratorin im „Kulturcenter Jerusalem“ in Damaskus

2008 Arbeit für „Bassma“, eine Organisation für gesellschaftliche Hilfe. Bassma hat viele Initiativen, unabhängig vom syrischen Staat, organisiert. Insbesondere werden Familien mit Kindern, die an Krebs erkrankt sind, und Waisenkinder betreut

2008  Arbeit für „Ithar“, eine Organisation, die sich um die palästinensischen Flüchtlinge, die aus dem Irak geflohen sind, kümmert, allen voran im Camp Tanaf. Dieses Lager befindet sich in der Wüste zwischen Irak und Syrien.

seit 2009 „Charity Commission for Humanitarian Aid for the Palestinian People“ in ganz verschiedenen Bereichen.

seit 2010 Sozialarbeiterin und Verantwortliche im Bereich der Betreuung von Waisen und Witwen in Yarmouk. Besonderes Engagement für „women empowerment“

2010 Trainings zum Thema Krisen- und Katastrophenmanagement sowie Human Ressources und psychologische Erste Hilfe

2011 Unterstützung der Binnenflüchtlinge aus Homs. Fortsetzung dieses Projektes in 2012 mit Flüchtlingen aus anderen Gegenden.

2012 – 2015 ًSozialarbeiterin in folgenden Bereichen:

  • humanitäre Hilfe für die belagerten Menschen in Yarmouk
  • Initiativen der Familien in Yarmouk unterstützen
  • Psychosoziale Unterstützung für Kinder
  • Training für Jugendliche im Bereich des Krisen- und Katastrophenmanagements
  • Psychosoziale Unterstützung im „Kindergarten der Hoffnung“
  • Unterstützung für alleinerziehende Mütter in der Belagerung